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Was kann ich tun, damit mein Pferd auf Schotterwegen nicht fühlig geht? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thiemo Kellner   
Sonntag, den 29. August 2010 um 09:23 Uhr

Frage: Ich möchte mein Pferd barhuf und ohne Hufschuh auf Schotterwegen reiten oder fahren, aber dort geht es fühlig. Was kann ich tun?

Antwort: Wenn der Boden, auf welchem das Pferd die meiste Zeit steht, Schotter ist, könnte es sein, dass die Hufbearbeitung die Sohle zu sehr ausdünnt. Dies wäre daran zu erkennen, dass das Pferd nach der Bearbeitung wochenlang auch in der Koppel oder, wo es sonst gewöhnlich steht, fühlig geht. Normalerweise muss das Pferd nach der Hufpflege so gut gehen wie davor. Es gibt Ausnahmen, die der Hufpfleger vergängig besprechen muss. Überprüfenswert ist auch, ob das Pferde genügend Magnesium und Zink erhält. Eine Beurteilung ohne das Pferd und die Haltungs- und Ernährungsbedingungen näher zu kennen, ist aber nicht seriös. Grundsätzlich ist es aber fast unumgänglich, dass das Pferd auf einem Boden ähnlich schwierig und "aggressiv" lebt, wie dem schwierigsten und "aggressivsten", auf welchem es geritten und gefahren wird, wenn es dort keine Probleme haben soll.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 19:50 Uhr
 
Wieso gibt es bei den wild lebenden Pferden nur super Hufe? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thiemo Kellner   
Sonntag, den 29. August 2010 um 09:22 Uhr

Frage: Wieso gibt es bei den wild lebenden Pferden nur super Hufe?

Antwort: Hand aufs Herz. Ein Pferd in freier Wildbahn, dass (wegen schlechter Hufe) nicht gut laufen kann, ist sehr schnell Opfer eines Raubtieres. Das heißt nun aber nur, dass es unwahrscheinlich ist, bei wild lebenden Pferden welche mit richtig schlechten Hufen zu finden. Die Anzahl solcher Pferde muss sogar so klein sein, dass die wild lebenden Pferde nicht aussterben - ohne dass ich da Zahlen nennen könnte, geschweige denn wollte. Es ist ganz egal. Die Konstruktion des Hufes passt zur wilden Lebensweise einfach nur gut genug zusammen. Deswegen ist Paddock Paradise ein hervorragendes Konzept, die Hufe unserer Pferde so gesund wie möglich zu erhalten.

Eine australische Studie über die Hufe von Brumbys hat gezeigt, dass über  die Hälfte der Pferde einen mehr oder minder schweren Grad von Rehe haben. Ich nehme an, dass Dingos nur in Ausnahmefällen in der Lage sind ein halbwegs gesundes Pferd zu reißen und Krokodile haben wohl eher wenig Gelegenheit. Abgesehen von diesen Beutegreifern ist mir keiner australischer bekannt, den ich dazu fähig halte, ein Pferd zu reißen. Mit so geringem Druck durch Fressfeinde scheinen auch Rehepferde dort überlebensfähig.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 09. April 2012 um 20:13 Uhr